Anjin-Do

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Sonntag, 2. April 2017

Jahresbericht für das Jahr 2016

Liebe Freunde, ich veröffentliche unseren Jahresbericht für das Jahr 2016. Die Berichte gehen jährlich an unsere japanischen Freunde bei der IABC und an unser Internationales Zentrum des Haupttempels in Kyoto. Beide Organisationen unterstützen und fördern unsere deutsche Gemeinde.   


Activity Report of the Buddhist Centre Anjin-Do
Mönchengladbach Germany for the year 2016

The Buddhist Centre Anjin-Do serves as Main Centre of the Buddhist Association Jodo Shinshu Germany. In such function it keeps close contact to the Berlin Group which is run by Rev. Evers and to all Dharma friends that live in Germany. This Contact is held via social media i.e. Facebook, our Website and E-mail correspondence. In cooperation with Rev. Moser Anjin-Do Centre publishes a monthly news letter to now over a hundred Dharma friends throughout the world.
As a nonprofit registered organization we provide the Buddhist Teaching to the public in form of classes, open door days and weekly service and publication projects. 
Anjin-Do Centre keeps contact to international Buddhist Temples and groups and in the year 2016 several Dharma friends from America, Japan, Belgium and Canada have visited our Centre. Special Services according to our tradition are held regularly. In August 2016 Members of BCA (workshop of JSCC held at EKO House) visited Anjin-Do Centre.
Anjin-Do Centre stays in close contact to the EKO House of Japanese Culture and we take part in many Buddhist activities of the EKO Temple. The same friendship is shared with the Belgium Sangha (Jikoji Temple in Antwerp) and we cooperate in all matters regarding the European Jodo Shinshu Organization.
Anjin-Do Centre provides a weekly Dharma meeting for Sangha members and to the general public. Due to our multimedia promotion many people from all walks of Life have visited our centre and got information about Buddhism and our Jodo Shinshu Tradition.
Friends and Members can stay at the Centre, especially when they are living far off any other Dharma place. That way they can intensify their personal studies, take part in services and share Sangha life.  
In December 2016 a Funeral Service was held for Mr. Akbar Yavari, who was a regular visitor to the Centre and who was visited by Rev. Kobs several times before his passing.

Mönchengladbach, 20th of February 2017

Rev. Frank Kobs

Chairman of the Buddhist Association Jodo Shinshu Germany

Newsletter

Liebe Freunde, 

Jeden Monat erhalten über 100 Abonnenten unseren Shinshu Newsletter, der nach dem Versand auch hier auf unserer Seite eingestellt wird. Rev. Thomas Moser zeichnet immer mit "Frank und Thomas", was ich hier einmal erwähnen möchte. Denn es müsste anders herum gezeichnet sein. Auch wenn ich die Herausgabe unseres Gemeindebriefes zuvor bewillige, so ist es Rev. Moser, der die Sammlung der Texte erstellt, das Layout kreiert und die Mühe hat, alles zu versenden. Ohne sein Engagement würde die Herausgabe eines monatlichen Gemeinde Briefes kaum machbar sein und so möchte ich mich hier einmal ganz herzlich bei Thomas bedanken. Sein Einsatz für unsere Shinshu Gemeinde währt nun fast an die dreissig Jahre und ohne sein Engagement würde auch heute vieles nicht mehr laufen. Ich finde, dass darf man auch einmal ganz öffentlich sagen! DANKE Thomas Sensei 

Dienstag, 28. März 2017

Ins Reine Land hingeboren

In Jodo Shinshu gibt es eine Aussage, die oft zitiert und wenig verstanden wird. "Viele werden hin geboren, aber keiner ist dort!" Wenn wir diese paradox klingende Aussage im Licht des Buddha Dharma betrachten, wird klar, warum "ICH" nicht ins Reine Land geboren wird. Zunächst einmal muss man verstehen, dass unsere Hingeburt nur durch die Verdienstübertragung des Nicht zu ermessenden Buddha (Amida) möglich wird. Dharmakara Bodhissattva legte 48 Gelübde ab und übte für eine unvorstellbar lange Zeit, diese Gelübde zu erfüllen und Buddhaschaft zu erlangen. Die dadurch erlangten Verdienste waren so immens, dass sie für alle Zeiten und für alle Wesen reichen, um die Befreiung (Nirvana) zu erlangen. Also, wenn wir auf das 18 Gelübde vertrauen und Buddhas Namen sprechen, werden wir mit so vielen Verdiensten beschenkt, dass unsere Hingeburt ins Reine Land gesichert ist. In der Interpretation von Shinran Shonin ist diese Hingeburt gleichbedeutend mit der Erlangung Nirvanas und wir werden zu Buddhas. Was aber bedeutet das? Nirvana bedeutet Erlöschen, bedeutet Vernichtung, Vergehen oder Auflösung. Was aber erlischt, vergeht oder löst sich auf? Unsere verblendete Vorstellung davon, jemand zu sein. Eine inhärente Persönlichkeit zu besitzen, die unveränderlich fortbesteht und eben "ICH" heißt. Wenn wir also davon sprechen, dass wir/ich ins Reine Land geboren werden, dann ist das ein Widerspruch in sich, jedenfalls nach buddhistischer Anschauung. Nochmal: Also indem wir in das 18. Gelübde vertrauen und Nembutsu sagen, werden wir zu Nichtmehr-Wiederkehrern (durch die Verdienstübertragung), die bei der Hingeburt ins Reine Land Nirvana erreichen. Nirvana zu erreichen bedeutet aber, alle Verhaftung, Gier; Hass und VERBLENDUNG überwunden zu haben. Somit auch die Vorstellung eines ICHS und alle Dualität. Dem Amida Buddha gleich, könne wir dann zum Wohle alle Wesen wieder in Samsara eintauchen und alle Wesen retten, je nach deren Bedürfnissen. Um es deutlicher zu machen, wir sprechen nicht von Dharmakara Buddha, sondern von Amida, Amithaba oder auch Amitayus. So werden auch wir nicht Frank Budhha, Klaus Buddha oder Petra Buddha sein, sonder gleich dem Buddha jenseits aller Beschreibung und Ermessens. AMIDA BUTSU 

Sonntag, 12. März 2017

Andachten im Anjin-Do

Im Anjin-Do Zentrum findet in der Regel jeden Sonntag eine Shinbuddhistische Andacht statt. Für Interessierte, die Meditation sitzen wollen, beginnen wir um 17:00 Uhr. Die Shinshu Andacht findet direkt im Anschluss statt. Bitte beachten Sie, dass es aufgrund von privaten Anlässen, Krankheit oder auswärtiger Termine zu Änderungen kommen kann. Diese werden rechtzeitig bekannt gegeben. Wer sich vorher informieren möchte, kann mir gerne schreiben unter:  EMail - frank-kobs@t-online.de

Sangha in der BGJ-D

Was versteht man unter Sangha in der Buddhistischen Gemeinschaft Jodo Shinshu Deutschland? Zunächst einmal gibt es hier die ordinierte Sangha. 
Rev. Thomas Moser, der unsere Gemeinschaft über viele Jahrzehnte geführt hat und immer noch aktiv in der BGJ-D arbeitet. Rev. Ilona Evers, die in Berlin ebenso seit Jahrzehnten unsere Tradition vermittelt. Rev. Marc Nottelmann, der als Kassierte gerade jetzt in dieser Zeit viel zu tun hat und darüber hinaus im EKO Tempel Düsseldorf mitarbeitet. Zuletzt meine Wenigkeit, der den Vorsitzt hält und unser Zentrum betreut. Dann gibt es die vielen Jodo Shinshu Anhänger, die in der Kikyoshiki Zeremonie ihre Zugehörigkeit zur Tradition beteuert haben und die Laienordination erhielten. Es gibt aber auch die vielen Freunde anderer Traditionen und jene Freunde, die nicht Buddhisten sind. Wenn wir also von Sangha sprechen, reden wir von einer grossen Gemeinschaft und doch sind es nur wenige, die sich aktiv beteiligen. Wenn wir mal den ordinierten Sangha ausnehmen, dessen Einbringen Überzeugung, Ehre und Verpflichtung gegenüber unserer Tradition ist.

Sind Zenshu und Jodo Shinshu miteinander vereinbar?

Alle Schulen die Shakyamuni Buddha zum Lehrer haben sind Geschwister. Zen und Shinshu stehen sich besonders nah und weisen viele Paralellen auf. Und doch - Zenshu ist für Menschen, die ein hohes Maß an Diziplin aufbringen können. Die gewillt sind, dem Meister (Roshi) bedingungslos zu vertrauen und seinen/ihren Anweisungen zu folgen. Es ist für Menschen, die auch körperliche Anstrengungen auf sich nehmen können und ein ernsthaftes Durchhaltevermögen besitzen. Zen ist ein sehr edler Weg, der aber auch für sich die Eingerichtetheit/den Fokus auf diese eine Methode verlangt. Darin sind sich Zen und Shinshu einig. In Shinshu werden die vorgenannten Eigenschaften und Voraussetzungen nicht verlangt, wobei die Bereitschaft zu Vertrauen auch eine sehr wichtige Rolle spielt. So betrachtet ist Shinshu vermeintlich einfacher. Aber nur oberflächlich betrachtet, denn wer findet es nicht schwierig, sich einfach hinzugeben, nur zu vertrauen und sich retten zu lassen? Somit sind beide Wege sehr effektiv und zielführend, warum aber glaubt man, dass wenn man das Eine schon nicht hinbekommt, das Andere oder beides zusammen einfacher wäre? Der Buddha hat viele Wege und Methoden gelehrt. Jeder muss das Passende für sich selber finden und dann ist das Dabeibleiben sicher keine Frage mehr. Mit Gassho und Respekt

Namo Amida Butsu

Namo Amida Butsu
Namo bedeutet, ich nehme Zuflucht oder gebe mich hin oder auch verehre. Man könnte auch sagen, ich verlasse mich. 
Amida bedeutet, A-mita= nicht zu messen, also unermesslich, nicht zu erfassen oder zu begreifen.
Butsu bedeutet natürlich Buddha, was nichts anderes bedeutet, als die Erleuchtung oder jemand, der Erleuchtung verwirklicht hat.
Wenn wir also über Namo Amida Butsu nachdenken, heisst es übersetzt: Ich nehme Zuflucht und gebe mich hin, dem, was ich nicht erfassen kann, was jenseits meiner Fähigkeiten liegt und das ist die Befreiung oder eben Erleuchtung. Da wir es nicht erfassen können, nicht begreifen, geschweige dann umsetzen können, deshalb gibt es Namo Amida Butsu. Der Name, der zu uns kommt und so einfach ist, dass jeder ihn behalten kann. Das Nicht-Messbare in 6 chinesischen Zeichen, getragen vom Lotus, mehr braucht es nicht, um dem Vertrauen und somit der Erleuchtung ganz nah zu kommen. Wenn jetzt jemand einwendet, dass dies aber keinen Sinn macht; nun schon Shinran Shonin erwähnte, dass dies alles unseren Verstand schlichtweg übersteigt. Na ja, sonst wären wir ja auch schon Buddha und bräuchten das Nembutsu überhaupt nicht. 😌