Anjin-Do

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Freitag, 8. August 2008

Juseige



Verse zur Bekräftigung des Gelübdes

Übersetzung von J.M. Nottelmann


1. Ich habe das die Welt überschreitende Gelübde abgelegt

Und sicherlich werde ich den unübertrefflichen Weg erreichen/

Sollte dieses Gelübde nicht erfüllt sein, so gelobe ich,

nicht die vollkommene Erleuchtung zu verwirklichen.


2. Sollte ich für unermessliche Kalpas

nicht ein großer Wundertäter werden/

und überall die Armen und Leidenden retten,

so gelobe ich, nicht die vollkommende Erleuchtung

zu verwirklichen.


3. Wenn ich den Weg des Buddha vollende,

so soll mein Name überall in den zehn Richtungen

gehört werden./ Sollte er im letzten Winkel nicht gehört

werden, so gelobe ich, nicht die vollkommene

Erleuchtung zu verwirklichen.


4. Frei von Begierden, tief in rechter Achtsamkeit

und voll reiner Weisheit werde ich den Brahmaweg üben./

Ich möchte den unübertrefflichen Weg suchen und

Lehrer der Götter und Menschen werden.


5. Mit göttlicher Kraft werde ich großes Licht aussenden,

das überall und ohne Grenzen die Welten durchstrahlt./

Es wird die Dunkelheit der drei Befleckungen vertreiben

und die Nöte der Wesen erhellend überwinden.


6. Wenn sich das auge dieser Weisheit öffnet,

verschwindet das Dunkel jener Blindheit./

Verschlossen sind die schlechten Wege,

das Tor der guten Wanderungen ist erreicht.


7. Wenn meine verdienstvollen Taten vollendet sind,

werde ich majestätisch die zehn Richtungen erhellen./

der Glanz der Sonne und Mond ist dagegen trüb.

Das Licht des Himmels versteckt und unscheinbar.


8. Ich werde für die Wesen den Speicher des Dharma öffnen,

und überallhin verschenken den Schatz der Verdienste./

Stets inmitten einer großen Menge werde ich

den Dharma lehren und den Löwenruf erschallen lassen.


9. Ich werde alle Buddhas verehren und die Wurzeln

der Verdienste vervollkommnen./

Ist das Gelübde erfüllt und die Weisheit vollendet,

werde ich ein Held der drei Welten sein.


10. Wie Du, o Buddha, unbeschränkt an Weisheit bist,

werde ich sein, nichts bleibe unerhellt./

ich gelobe, dass ich in der kraft der Verdienste und Weisheit,

Dir gleichkommen werde, o unübertrefflich Erhabener!


11. Wenn dieses Gelübde vollbracht ist,

möge die große Tausenderwelt erzittern/

und alle Gottheiten im Raum

Mögen seltene und wunderbare Blüten

regnen lassen.


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