Anjin-Do

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Mittwoch, 6. August 2008

Kein Alkohol

Liebe Weggefährten,

im fünften Sila heißt es, wir sollen keine geisttrübende Mittel zu uns nehmen.Der Buddha verstand darunter den Alkohol und Drogen. Nun, in allen Traditionen des Buddhismus wird dieses Sila immer wieder diskutiert und viele fragen sich, wieviel Alkohol denn ok ist oder ob man wirklich auf jeden Alkoholgenuß verzichten muß. Ist das eine Glas Wein oder das Bierchen am Abend wirklich so schlecht?

Halten wir uns vor Augen, das die Silas keine Verbote sind und der Buddha den Dharma sehr prakmatisch erklärt und ausgelegt hat. Alle seine Lehrreden wollte er als Wegweiser verstanden wissen, Wegweiser hin zu dem, was er selber erreicht hatte. Ob wir diesen Wegweisern folgen oder nicht, hat der Buddha uns selber überlassen. Jeder ist für sein Handeln und Tun verantwortlich und das Gesetz von Ursache und Wirkung wirkt immer unpersönlich.

Ich denke, dass wir alle wissen, wie der Alkohol und Drogen die Persönlichkeit verändern können. In unserer Strafgesetzgebung gibt es die Möglichkeit zu sagen, dass ein Mensch aufgrund von Alkoholkonsum nicht zurechnungsfähig war. Diese Möglichkeit gibt es beim Karma nicht. Somit empfahl der Buddha, den bereits ohnehin verblendeten Geist nicht noch mehr zu verwirren und die Gefahr zu erkennen, die der Konsum von Alkohol und Drogen mit sich bringt.

Wenn man ein Feuer legt, wird es brennen! Ob man es im Rausch entzündet oder ob man nüchtern ist. Brennen wird es auf jeden Fall! Wieviel Risiko der Einzelne bereit ist dabei einzugehen, darüber hat der Buddha nichts gesagt.

In Gassho
Shaku Chisho

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