Anjin-Do

Anjin-Do

Montag, 26. Juli 2010

Ego und Nicht- Ego

Aus “Echo” of the Dharma von Prof. Rev. Toshikazu Arai

Als ich an der Ryukoku Universität in Kyoto gelehrt habe, fragten mich einige Studenten diese Frage. „Während der Buddhismus lehrt, dass alle Existenz bar eines permanenten Egos ist, warum sprechen wir denn davon, dass die Anhaftung am Ego die Wurzel des Leidens ist. Diese Frage ist vergleichbar mit der Frage; „Wenn da kein permanentes Ego ist, was denn setzt sich durch die sechs Bereiche fort?“ „Was wird ins Reinen Land geboren?“
Der Buddhismus wiederspricht nicht dem vorübergehenden Ego, welches das Zentrum unserer Persönlichkeit, unseres Bewusstseins und unserer Aktionen ist. Ohne solch ein Ego könnten wir nicht in dieser Welt leben, wo wir mit anderen Menschen und anderen Dingen, die uns umgeben, agieren müssen. „Nicht-Ego“ wie es im Buddhismus gelehrt wird, bezieht sich auf die absolute Wahrheit: selbst das oben genannte vorübergehende Ego befindet sich in einem Zustand des beständigen Wandelns.
Wie auch immer, wir müssen diese Realität wahrnehmen: es ist das vorübergehende Ego, das uns erkennen lässt, dass selbst unser eigenes Ego, welches wir als permanent und unveränderlich sehen, sich immer verändert und bar eines permanenten Egos ist. Darum, wenn wir an unserem Ego als etwas Permanentes anhaften, diese Anhaftung der Grund für Leiden und letztlich Ursache für die Transmigration wird. Wenn wir uns von der Anhaftung ans Ego, welches vorübergehend ist, befreien, werden wir uns wahrhaft für die äußere Welt öffnen. Dann werden wir fähig sein, das zu akzeptieren, was zu uns kommt und eintauchen in die Welt der Nicht-Dualität, des Nicht-Konfliktes und des wahren Friedens und der Freude. Was uns wirklich von der Ego Anhaftung befreit und uns zur Welt der wahren Freude und Freiheit führt ist das Nembutsu. Namo Amida Butsu.

Keine Kommentare: