Anjin-Do

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Montag, 21. Februar 2011

Man hört nicht als Bonbu,

One Doesn’t Hear as a Bonbu
by Rev. Toshikazu Arai

One of the short poems by the famous Myôkônin, Asahara Saichi, goes as follows:

One doesn’t hear [the Name] as a bonbu.
The bonbu is a monster.
You hit me at the heart.

If you are not used to Japanese Shin Buddhist terms, this poem may not make much sense to you. Therefore, I will first explain some of the words. Myôkônin is a term praising a sincere nembutsu practicer. It means a “wondrously excellent person.” It comes from a passage in the Contemplation Sutra, comparing the nembutsu practicer to a white lotus flower, which grows out of a muddy pond and blossoms a pure, noble flower. A nembutsu practicer comes from the world filled with muddy desires but is not affected by the mud. Bonbu literally means an “ordinary person”—a person who is lost in gain-and-loss, love-and-hate, and right-and-wrong, not paying attention to the Dharma or the Name that calls.

In my understanding, the poem above means that it is not a bonbu that hears the Name, Namo Amida Butsu, and recites it. A bonbu is always maddened by his selfish desires and has no ear for the Name, the most sacred of all. When a person hears and recites the Name, “You,” which is Amida Buddha, have already hit the person at the heart. That is why when a person says the nembutsu, his heart is one with that of Amida and he is not a bonbu, at least as long as the nembutsu lasts.



Man hört nicht als Bonbu,

Einer der kurzen Gedichten des berühmten Myôkônin Asahara Saichi geht
folgendermaßen:

Man hört (den Namen) nicht als Bonbu.
Der Bonbu ist ein Monster.
Du berührst mich in meinem Herz.

Wenn man mit den japanischen shinbuddhistischen Termini nicht vertraut ist, scheint dieses Gedicht keinen Sinn zu machen. Ich werde also zunächst einige Worte erklären. Myôkônin ist ein Begriff, der den ernsthaften Nembutsu Praktizierenden rühmt. Es bedeutet eine
„ wunderbare und exzellente Person“. Es stammt aus einer Passage aus dem Kontemplation Sutra, wo der Nembutsu Praktizierende mit einer weißen Lotus Blume verglichen wird. Sie wächst in einem schlammigen Teich und blüht als reine und noble Blume. Ein Nembutsu Praktizierender kommt aus der Welt mit schlammigen Begierden und doch wird er vom Schlamm nicht tangiert. Bonbu heißt wörtlich „gewöhnliche Person“ – eine Person, die sich in Gewinn und Verlust verliert, in Liebe und Hass und in Richtig und Falsch, ohne das sie dem Dharma oder dem Namen - der ruft -Aufmerksamkeit schenkt.

Wie ich es verstehe, bedeutet das oben genannte Gedicht, dass nicht der Bonbu den Namen hört und rezitiert. Ein Bonbu ist immer verwirrt durch selbstsüchtige Begierden und hat kein Ohr für den Namen, dem Heiligsten von allen. Wenn eine Person den Namen, Namo Amida Butsu, hört und rezitiert, „Du“, das heißt Amida Buddha, hat dann bereits das Herz dieser Person berührt. Darum, wenn eine Person Nembutsu sagt, ist sein Herz eins mit dem Amida Buddhas und er ist kein Bonbu, jedenfalls solange nicht, wie das Nembutsu anhält

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